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No-Code, das Rettungsboot in der Datenflut

In einer GeschÀftswelt, die immer digitaler wird, tun sich viele Unternehmen noch schwer im Umgang mit den wachsenden Datenmengen, deren Steuerung und Migration zwischen Systemen. Denn fehlerlose und schnelle Datenverarbeitung ist nur automatisiert möglich. Hier erfahren Sie, wie Sie das Datenmanagement mit No-Code ohne Programmierkenntnisse umsetzen können.


Wieder einmal gilt es Rechnungen auszustellen in einem mittelstĂ€ndischen Unternehmen in Deutschland. DafĂŒr muss zunĂ€chst die aktuelle Excel-Liste mit Kundendaten gefunden werden. Wo sind noch gleich die offenen Posten notiert? Ahja, jetzt das Passwort fĂŒr den Bankzugang aus dem „geheimen“ Word-Dokument kopieren und die Posten mit den eingegangenen Zahlungen abgleichen; vielleicht sind Mahnungen fĂ€llig. Bloß nicht in der Zeile verrutschen, sonst beginnt eine tagelange Berichtigungsschleife in der Buchhaltung. Die Erstellung der PDFs fĂŒr die einzelnen Rechnungen wird den ganzen Nachmittag dauern. Naja, die neuen AuftrĂ€ge werden dann morgen gesichtet


So oder Ă€hnlich sieht die Datenverarbeitung in so manchen mittelstĂ€ndischen Unternehmen aus. Die sogenannte „Schatten-IT“, bestehend aus unĂŒbersichtlichen Dateien, zwischen denen hĂ€ndisch Daten ĂŒbertragen werden, kostet dabei unglaublich viel Zeit und fĂŒhrt immer wieder zu Fehlern. Standardsoftware, die einzelne Prozesse automatisiert, ist entweder zu teuer oder nicht auf die individuellen Strukturen zugeschnitten. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf No-Code-Plattformen, denn diese ermöglichen die Entwicklung individueller Anwendungen fĂŒr verschiedenste Prozesse ohne Programmierkenntnisse. Gleichzeitig fungiert die Plattform als Vermittler zwischen diesen Anwendungen und Datenquellen – dem sogenannten Datenmanagement. So lĂ€sst sich mĂŒhelos eine automatische Rechnungserstellung entwickeln, die sich die notwendigen Daten genau dort herauszieht, wo sie abgelegt sind. Nun ist höchstens noch ein Klick zur Freigabe nötig. Wie in diesem Beispiel können Sie mit No-Code die Daten im gesamten Unternehmen automatisiert fließen lassen und viel Zeit sparen, wenn einige Grundprinzipien bekannt sind.

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No-Code bringt Ordnung ins Datenchaos

Schnell sind mit No-Code erste Anwendungen per Drag-and-Drop erstellt, die Sie direkt einsetzen können. HĂ€ufig benötigen diese Applikationen allerdings Daten, die sie verarbeiten sollen. Diese können in Auftrags-PDFs, Excel-Listen, E-Mails, Datenbanken und Fremdsystemen vorliegen oder von anderen No-Code-Anwendungen produziert werden. FĂŒr all diese FĂ€lle hat No-Code ein und dieselbe Lösung: unkomplizierte Schnittstellenanbindung. Sogenannte

Programmierschnittstellen (APIs) bilden wichtige Knotenpunkte zur Kommunikation zwischen verschiedensten Datenquellen und Anwendungen.

Die Erstellung von APIs mit No-Code fĂŒr das Datenmanagement folgt demselben einfachen Prinzip wie die App-Entwicklung: Drag-and-Drop. Die grafische BenutzeroberflĂ€che bietet dabei zwei voneinander getrennte Boxen, die am Ende logisch miteinander verknĂŒpft werden. Links befindet sich der sogenannte „When-Trigger“. Dort werden mit Codebausteinen die Voraussetzungen fĂŒr die AusfĂŒhrung einer Aktion definiert. Über eine Datenmaske lassen sich diese Angaben spezifizieren. FĂŒr die API-Erstellung entspricht das beispielsweise dem Eingang von Daten ĂŒber einen bestimmten Input. In der Folge wird die rechts definierte Aktion getriggert: ein API-Call. Dadurch werden Daten an eine URL gesendet, auf die dann andere Anwendungen zugreifen können. Das bevorzugt verwendete Datenformat (JavaScript Object Notation) ist von allen No-Code-Anwendungen und den meisten modernen Fremdsystemen lesbar. Aber auch klassische XML-, EDI-, EDIFACT- oder SOAP-Schnittstellen werden unterstĂŒtzt.

Somit kann an beliebiger Stelle und letztlich auch im gesamten Unternehmen ein automatisierter und orchestrierter Datenstrom erzeugt werden.

Was bedeutet Datenmanagement fĂŒr Unternehmen?

Besonders bei der Erweiterung oder Umstrukturierung von Software-Landschaften ist die Migration von Daten fĂŒr viele Unternehmen ein großes Problem. Die hĂ€ndische Übertragung von Bestandsdaten stellt oft eine so große HĂŒrde dar, dass lieber auf digitale Weiterentwicklung verzichtet wird. Das bedeutet in der Regel negative Auswirkungen auf den GeschĂ€ftserfolg. No-Code beseitigt diese HĂŒrde, indem neue Anwendungen zum selbststĂ€ndigen Datentransfer befĂ€higt werden. Bei jeder Umstellung können die dafĂŒr notwendigen Schnittstellen mit wenigen Klicks angepasst werden. So kann die digitale Infrastruktur jederzeit optimal aufgestellt werden.

Die berĂŒchtigte „Schatten-IT“ wird durch den automatisierten Transfer schnell obsolet. Es sind schlichtweg keine Excel-Dateien, keine hĂ€ndische Übertragung und kein großer Arbeitsaufwand fĂŒr Verwaltungsaufgaben mehr notwendig. Das schafft einen bedeutenden Zugewinn an Zeit, der dem eigentlichen GeschĂ€ftsmodell zugute kommt. Unternehmen werden dadurch wesentlich effizienter. Gleichzeitig wird der Austausch mit Handelspartnern vereinfacht. Über bereitgestellte Schnittstellen können auch diese ihre Systeme anbinden. Dadurch können Auftragsdaten automatisiert in die Produktion fließen. Feedback wie etwa in Form einer Rechnung wird direkt zurĂŒckgesendet. Der Datenaustausch mit Partnern durch APIs wird den Handel wahrscheinlich nachhaltig verĂ€ndern. Manche sprechen bereits von einer nahenden „API-Economy“. Szenarios wie zu Beginn dieses Beitrags werden somit zu ErzĂ€hlungen aus vergangenen Tagen.